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    Lösungsansätze für Ihre Website zur Nutzung von Cookies, Google Analytics & Co.

    Freitag, 15 November 2019

    Benötigen Webseitenbetreiber, die Google Analytics und Co. einsetzen ein explizites Opt-in von ihren Besucherinnen und Besuchern? Ist das schon Gesetz? Wir fassen in diesem Blogbeitrag die wichtigsten Informationen für unsere Webseitenkundinnen und Kunden zusammen (zuletzt aktualisiert am 14. November 2019).

     

    Der Bundes-Datenschutzbeauftragte hat am 14. November 2019 eine Pressemitteilung zum Thema „Einsatz von Google Analytics auf Webseiten" veröffentlicht. Darin vertritt er die Meinung, dass die Nutzung eines solchen „Dritt-Dienstes" eine explizite Einwilligung der Webseitenbesucherinnen und Besucher erfordere und eine reine Information über die Nutzung nicht ausreiche. 

    Er schließt sich damit dem Urteil des EUGH (Az. C-673/17) an, das in ähnlicher Sache Anfang Oktober geurteilt haben. Damit ist das Ganze zwar nach Sichtweise vieler Juristen und Datenschützer noch immer kein geltendes deutsches Recht, aber dennoch ein Thema, mit dem Sie sich als Webseitenbetreiber/innen auseinandersetzen sollten.

    1. Warum ist das für Sie relevant?

      Wenn auf Ihrer Seite zum Beispiel ein Tool zum Tracking Ihrer Benutzer (Google Analytics, Matomo) oder der Facebook-Pixel zum Einsatz kommt, dann lautet die Antwort: ja. Denn diese Techniken setzen Cookies ein. Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass Sie mindestens eines davon verwenden.

    2. Ist das jetzt ein Gesetz?

      Nein. Es ist die Meinung des Bundes-Datenschutzbeauftragten und ein Urteil auf europäischer Ebene. Gleichwohl kann man zu dem Ergebnis kommen, dass dadurch die Gefahr von Abmahnungen und Bußgeldern bei automatischer Nutzung von Google Analytics oder anderen Diensten steigt.

    3. Sollte ich jetzt handeln?

      Sie sollten sich in jedem Fall mit dem Thema auseinandersetzen und bei Bedarf Ihren Hausjuristen um eine Einschätzung bitten. Denn wir können Sie nur informieren und keine Rechtsberatung ersetzen. Es gibt Datenschutzbeauftragte, die empfehlen zu handeln. Und es gibt welche, die dies nicht tun. Da es kein Gesetz ist, ist eine eindeutige Einschätzung schwer.

    4. Kann man die Cookies nicht einfach weglassen?

      Die kurze Antwort lautet: Möglicherweise ja, aber nicht ohne Verluste für Ihr Marketing. Im Detail beraten wir Sie gerne individuell & persönlich – sonst wird das hier ein Roman.

    5. Welche „schlechten“ Lösungen gibt es? (halten wir nicht für sinnvoll)
      1. Sie und wir tun gar nichts. Diese Lösung ist aktuell kostenfrei, birgt aber das höchste Abmahn- und Bußgeldrisiko.
      2. ie beauftragen uns, alle Anwendungen, die Cookies setzen, von Ihrer Webseite zu entfernen oder auf cookie-freie Alternativen zu migrieren. Dies und die daraus resultierenden Folgen für Ihr Marketing müssen wir stets individuell mit Ihnen besprechen. Daher rechnen wir dies, genauso wie Beratung zu diesem Thema, nach Aufwand ab.
    6. Welche Lösung halten wir für sinnvoll?
      • Den Einsatz eines Banners (sog. „Consent Plugin") auf der Startseite Ihrer Website halten wir für die aktuell beste Lösung. Besucher werden darin über den beabsichtigten Einsatz eines oder mehrerer Cookies informiert.
      • Dort kann dann jeder Besucher selbst entscheiden, ob er/sie/es das oder die Cookie(s) zulassen oder ablehnen möchte. Standardmäßig darf nichts vorausgefüllt sein. Wie das aussehen kann, sehen Sie hier:
        consent plugin
      • Dieser Kasten wird selbstverständlich optisch an Ihre Website angepasst. Und wenn Sie oder Ihr Datenschutzbeauftragter konkrete textliche Änderungswünsche haben, setzen wir diese natürlich gerne um.

         

    7. Ist diese Lösung 100 Prozent rechtssicher zum Einsatz von Cookies?

      Eine 100 Prozent rechtssichere Lösung gibt es aktuell nicht. Das Consent Plugin wird von Experten momentan als die beste Lösung zwischen „nichts tun“ (siehe 5a) und „gar keine Cookies“ (siehe 5b) eingestuft. Jedoch können auch wir aufgrund der aktuellen Lage beim Einsatz eines Consent Plugins keine Haftung für die Rechtssicherheit dieser Funktion übernehmen.

    8. Was kostet diese Lösung?

      Den Einbau des Consent-Plugins bieten wir Ihnen zum Pauschalpreis an. Wie hoch dieser für Ihre Webseite ist, erfragen Sie bitte direkt bei uns in der Agentur. Das hängt ein klein wenig vom verwendeten CMS, der verwendeten Technik und den dadurch gesetzten Cookies ab. Das Einpflegen konkreter Textänderungen ist im Preis inbegriffen. Wenn Sie oder Ihr Datenschutzbeauftragter weitere Erweiterungen wünschen, so rechnen wir diese nach Aufwand ab.

    9. Wie kann ich das beauftragen?

      Eine kurze Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder den/die NEUBLCKer/in Ihres Vertrauens genügt.

    10. Wer kann mir weitere Fragen beantworten?

      Juristische Fragen kann Ihnen am besten Ihr Rechtsbeistand oder Ihr Datenschutzbeauftragter beantworten. Aber auch wir sind natürlich gerne für Sie da: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 02421-223447-0.


    Stand: 15. November 2019
    Disclaimer:
    Wir beraten Sie stets nach bestem Wissen und in Absprache mit unserem Partner-Datenschutzbeauftragten. Konsultieren Sie im Zweifelsfall jedoch auch den Datenschutzbeauftragten Ihres Unternehmens oder Ihren juristischen Beistand. Dieses Dokument stellt keine Rechtsberatung dar. Keine Haftung für inhaltliche Fehler!


    geschrieben von Christian